Samstag, 27. April 2013

Unverschlossene Türen in Aschaffenburger Rathaus - Schlafender Mitarbeiter an Schreibtisch angetroffen


ASCHAFFENBURG. 
(ppu) Im Aschaffenburger Rathaus waren in der Nacht zum Samstag einige Türen unverschlossen. Darauf aufmerksam wurde die Polizei dank des Hinweises eines Fußgängers, der sich ca. eine Stunde nach Mitternacht gemeldet hatte. Wie sich herausstellte, hatte ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung in einem der Räume geschlafen.

Nach der Mitteilung über eine offensichtlich nicht verschlossene Nebeneingangstüre zum Rathaus waren zwei Streifenbesatzungen der Aschaffenburger Polizei angerückt. Es stellte sich heraus, dass auch im Inneren des Rathauses einige Türen offen standen, die normalerweise verschlossen sind.

Zusammen mit einem Diensthundeführer durchsuchten die Beamten dann etwa zweieinhalb Stunden lang das Gebäude. Nach etwa 60 Minuten entdeckten sie in einem Büro im Ausländeramt einen Mann schlafend an einem Schreibtisch. Diese Person, die unter Alkoholeinfluss stand, konnte sich dann durch einen Dienstausweis und auch einen entsprechenden Schlüssel für das Rathaus als Mitarbeiter der Stadtverwaltung ausweisen.

Nach Abschluss der Durchsuchungsmaßnahmen wurden die verschlossenen Türen von der Feuerwehr versperrt. Bei der Absuche der verschiedenen Räume hat sich keinerlei direkter Zugang zu irgendwelchen Waffen oder Wertsachen ergeben. Hinweise darauf, dass sich außer dem Mitarbeiter der Stadtverwaltung ansonsten irgend eine fremde Person in der Nacht zum Samstag im Rathaus aufgehalten hat oder irgendetwas entwendet wurde, liegen bislang nicht vor.

Die näheren Umstände, warum der Mann in der Nacht an seinem Arbeitsplatz geschlafen hat, müssen noch abgeklärt werden.

Mittwoch, 24. April 2013

Pkw von Zug erfasst – 67-Jährige verstorben


ALZENAU, LKR. ASCHAFFENBURG. 
(ppu) Am Mittwochnachmittag, 24.04.2013, hat eine Regionalbahn an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Stadtmitte einen Pkw erfasst. Die 67-Jährige am Steuer des Wagens wurde dadurch derart schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort verstarb. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Alzenau.

Gegen 14.40 Uhr überquerte die Frau am Steuer des Renault Twingo den mit einer Lichtzeichenanlage ausgestatteten Bahnübergang in der Wingertstraße. Dabei wurde das Auto von der zwischen Schöllkrippen und Hanau verkehrenden Regionalbahn erfasst. Der Renault der Frau aus dem Landkreis Aschaffenburg wurde in der Folge rund 50 Meter mitgeschleift bis der Zug zum Stehen kam.

Die 67-Jährige, die heute Geburtstag hat, war in ihrem Wagen eingeschlossen und konnte von Ersthelfern, darunter zwei Beamte der Aschaffenburger Kripo, aus dem Renault befreit werden. Sofort leiteten die Zeugen Erste Hilfe Maßnahmen ein und reanimierten die Schwerverletzte. Allerdings kam für sie jede Hilfe zu spät.

Für die rund 20 Reisenden in der Regionalbahn wurde einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Auch ein Notfallmanager des Betreibers war vor Ort.  Zur Klärung des genauen Unfallhergangs kam auf Anordnung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger an die Unfallstelle.















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Fotos und Video: Berthold Diem
© B. Diem 2013

Sonntag, 21. April 2013

Bei Überholmanöver gegen Baum geprallt – Fahrer verletzt

Estenfeld, Lkr. Würzburg

(ppu) Am Sonntagnachmittag ist ein Pkw-Fahrer auf der B 19 bei einem Überholvorgang von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Bei dem Unfall ist der Mann verletzt worden und musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Die Bundesstraße war deshalb über eine Stunde komplett gesperrt.

Gegen 12.30 Uhr war der 21-Jährige mit seinem Seat Toledo auf der B 19 in Richtung Unterpleichfeld unterwegs. Auf Höhe der Anschlussstelle Estenfeld überholte er zwei Fahrzeuge und kam dabei zu weit nach links ins Bankett. Bei der Gegenlenkbewegung verlor er dann die Kontrolle über seinen Pkw, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte mit der Fahrerseite des Fahrzeugs gegen einen Baum. Zur Rettung des Fahrers mussten deshalb die Freiwilligen Feuerwehren aus Kürnach und Estenfeld das Fahrzeugdach aufschneiden. Der Mann aus dem Landkreis Würzburg war nach dem Unfall ansprechbar und von einem Notarzt versorgt worden. Durch den Rettungsdienst wurde er in ein Würzburger Krankenhaus eingeliefert. Über den Grad der Verletzungen können bislang keine Angaben gemacht werden, sie sind jedoch nicht lebensgefährlich. Der Sachschaden am total beschädigten Pkw beträgt etwa 3000 Euro.

Der Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Würzburg-Land sucht zur Abklärung der genauen Unfallursache Zeugen. Vor allem einen Fahrzeugführer der vom Unfallverursacher überholt worden war und zunächst an der Unfallstelle geholfen hatte, soll sich mit der Polizei in Verbindung setzen. Wer sachdienliche Angaben machen kann, möge sich unter Tel. 0931/457-1630 melden.











Fotos: Berthold Diem
© B. Diem 2013

Freitag, 19. April 2013

Nach siebenmonatiger Flucht - Betreiber einer Marihuanaplantage festgenommen


MASSBACH, LKR. BAD KISSINGEN, u. DITTELBRUNN, LKR. SCHWEINFURT. 
(ppu) Nach fast siebenmonatiger Flucht ist am Dienstag ein 25-Jähriger von Zivilfahndern der Schweinfurter Polizei in Dittelbrunn festgenommen worden. Der Mann steht im dringenden Verdacht, zusammen mit zwei Komplizen eine große Marihuanaplantage in Maßbach betrieben zu haben. Dort hatten Rauschgiftfahnder im September des vergangenen Jahres über 200 Pflanzen mit einem Gesamtgewicht von fast 50 Kilogramm abgeerntet. Die beiden Komplizen des jetzt Festgenommenen sitzen bereits seit Mitte Januar in Untersuchungshaft.

Wie bereits mehrfach berichtet, war im vergangenen Herbst ein Hinweis bei der Polizei eingegangen, wonach in der Nähe von Massbach eine größere Marihuanaplantage betrieben würde. Diese Angaben stellten sich dann tatsächlich als wahr heraus. Am 24. September entdeckten Kripobeamte in einem umzäunten Schrebergarten, der das Bild eines Dschungels in der Karibik vermittelte, nahezu 200 teilweise über zwei Meter große Cannabispflanzen. Die Hälfte davon war in voller Blüte und die nächste Generation bereits in kleinerer Größe herangezogen. Das Gewicht der nach Entfernen der Stengel übrig gebliebenen Marihuanablüten und -blätter betrug knapp 50 Kilogramm. Außerdem wurde auch eine Platte Haschisch auf dem Grundstück beschlagnahmt.

In der Folgezeit erlangten die Fahnder bei ihren Ermittlungen relativ schnell Hinweise auf einen 25-Jährigen aus dem Landkreis Schweinfurt, der aber wie vom Erdboden verschwunden war. Seinen zwei offensichtlichen Mittätern kamen die Ermittler dann ebenfalls auf die Spur. Die beiden 21 und 28 Jahre alten Männer aus Schweinfurt und dem Landkreis Schweinfurt wurden am 14. Januar in ihren Wohnungen festgenommen. Bei dem Jüngeren der beiden mussten sich die Beamten gewaltsam Zutritt verschaffen. Wie sich herausstellte, hatte der Beschuldigte, der die Beamten auf das Übelste beleidigte, 500 Gramm Haschisch und ein Handy aus dem Fenster geworfen. Beides wurde dann sichergestellt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurden beide Männer dem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Etwas schwieriger gestaltete sich die Suche nach dem mutmaßlichen Haupttäter. Gegen ihn war im November auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt bereits Haftbefehl ergangen. Zwischenzeitlich gab es Hinweise, dass sich der Gesuchte in Frankfurt und auch in der Schweiz aufhalten könnte. Einen direkten Kontakt mit ihm gab es dann am 13. Februar am Hauptbahnhof in Würzburg. Dort wollte eine Streife der Bundespolizei den Mann kontrollieren. Dieser ergriff daraufhin allerdings sofort die Flucht und warf dabei einen Rucksack weg. Darin entdeckten die Bundespolizisten etwa zwei Kilogramm Haschisch sowie gut 20 Gramm Marihuana. Allerdings war der 25-Jährige danach erneut spurlos verschwunden.

Zu Ende war die Flucht dann am Dienstagabend. Einem Schweinfurter Polizisten war der Gesuchte in seiner Freizeit in Dittelbrunn aufgefallen. Der Beamte verständigte dann seine im Dienst befindlichen Kollegen. Als die Zivilfahnder auftauchen, suchte der Beschuldigte erneut sein Heil in der Flucht. Nach einer kurzen Verfolgung über etwa 100 Meter klickten dann jedoch die Handschellen. Bei der Festnahme wurden sowohl der 25-Jährige als auch einer der eingesetzten Polizisten leicht verletzt. Der Beschuldigte, der u.a. einige Gramm Haschisch und Marihuana sowie gut 6.000 Euro mutmaßliches Drogengeld bei sich hatte, wurde am Mittwoch auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt dem Ermittlungsrichter vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

In einer Dittelbrunner Wohnung, für die der 25-Jährige auch einen Schlüssel hatte, konnten die Rauschgiftfahnder mit Unterstützung eines Rauschgifthundes noch einmal gut 400 Gramm Haschisch und knapp 40 Gramm Marihuana sicherstellen. Außerdem wurden die Kripobeamten in einer Dachschräge fündig. Hier entdeckten sie einen Rucksack mit knapp über zehn Kilogramm Haschisch. Zudem stellte sich heraus, dass der Mann bereits wieder gezielte Vorbereitungen für den Betrieb einer neuen Marihuanaaufzuchtanlage getroffen hatte. Die Rauschgiftfahnder haben Hinweise darauf, dass sich der Beschuldigte durch den weiteren Verkauf von Drogen ein finanzielles Polster schaffen wollte, um sich dann endgültig in ein südliches Land abzusetzen.

Der Beschuldigte wartet jetzt wie seine beiden 21 und 28 Jahre alten Komplizen im Gefängnis auf seine Verhandlung. Die gemeinsamen Ermittlungen der Kripo Schweinfurt und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wegen möglicher weiterer beteiligter Personen dauern noch an.









Fotos: Berthold Diem
© B. Diem 2013

Montag, 15. April 2013

Von Lastwagen abgedrängt – Sattelzug prallt gegen Leitplanke – mehrere Hundert Liter Öl ausgelaufen


BISCHBRUNN, LKR. MAIN-SPESSART. 
(ppu) Am Montagvormittag ist es im Zuge eines Überholmanövers zweier Lkw zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ein bislang unbekannter Lastzug hatte auf der A 3 zwischen Rohrbrunn und Marktheidenfeld einen Zug aus Rheinland-Pfalz überholt und war offenbar zu früh wieder nach links eingeschert. Der 37-jährige Lastwagenfahrer wich aus und prallte heftig gegen die Leitplanke. Unter anderem riss dadurch der Tank der Zugmaschine.

Gegen 10.00 Uhr war der 37-Jährige mit seinem Sattelzug mit Auflieger in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs.  Etwa 100 Meter vor einem dortigen Parkplatz überholte ihn ein Kraftfahrkollege. Offenbar schätzte dieser jedoch beim Wiedereinscheren nach rechts den Abstand zu dem Überholten falsch ein. Diesem blieb nur noch die Wahl nach rechts auszuweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Durch dieses Fahrmanöver prallte der 26-Tonner allerdings gegen die Leitplanke und die Betoneinfassung einer Brücke.

Der 37-Jährige kam mit dem Schrecken davon. Weniger glimpflich verlief der Unfall was den Sachschaden anbelangt. Bei der Zugmaschine riss der komplette Tank auf und rund 650 Liter Diesel liefen aus und ins Erdreich. Der Auflieger verkeilte sich im Bereich des Brückengeländers. Unverzüglich rückte die örtliche Freiwillige Feuerwehr an und unternahm erste Maßnahmen gegen das auslaufende Öl. Auch das zuständige Wasserwirtschaftsamt wurde von der Polizei informiert.

Die Bergungsarbeiten vor Ort dauerten bis in den Nachmittag an.  Der insgesamt entstandene Schaden beläuft sich nach Einschätzung der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach auf rund 150.000 Euro.

Die Sachbearbeiterin des Falles sucht jetzt Unfallzeugen, die insbesondere das Überholmanöver beobachtet haben und weitere Hinweise auf den überholenden Lastwagen geben können. Bislang ist nur bekannt, dass er ein gelbes Kennzeichen hatte und eine weiße Plane. Anrufe bitte unter Tel. 06021/ 857-2530.
















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Fotos und Video: Berthold Diem
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Mittwoch, 10. April 2013

Zwei Schwer- und sechs Leichtverletzte bei Unfall mit Linienbus


WÜRZBURG/GROMBÜHL. 
(ppu) Bei einem Unfall mit einem Linienbus sind am Mittwochabend in der Veitshöchheimer Straße acht Menschen verletzt worden, davon zwei schwer. Ursache für den Unfall in einer Eisenbahnunterführung war der Fahrstreifenwechsel eines Renaultfahrers, der dabei einen neben ihm fahrenden Bus übersehen hatte. Das Auto wurde von dem Bus anschließend gegen den Betonpfeiler der Unterführung gedrückt. 
In dem Bus erlitten eine schwangere Frau und ein Mann schwerere Verletzungen. Weitere fünf Businsassen sowie der Unfallverursacher wurden leichter verletzt. Alle wurden vom Rettungsdienst in Würzburger Krankenhäuser eingeliefert.
Gegen 17.45 Uhr war ein 19-Jähriger mit seinem Renault Megane in der Veitshöchheimer Straße auf dem rechten Fahrstreifen stadtauswärts unterwegs und hatte sich zum Abbiegen in Richtung Grombühl eingeordnet. Unter der Eisenbahnunterführung wechselte er plötzlich den Fahrstreifen und übersah dabei links neben ihm einen Linienbus, der Richtung Veitshöchheim unterwegs war. Der Pkw stieß zunächst seitlich gegen die rechte Frontseite des Busses und wurde von diesem dann frontal gegen einen Brückenpfeiler aus Beton geschoben. Der Meganefahrer erlitt bei dem Aufprall leichtere Verletzungen. In dem Bus der Linie 11 stürzte eine schwangere Frau, die schwer verletzt wurde. Außerdem erlitt ein 59-jähriger Fahrgast schwere Verletzungen an Kopf und Schulter. Fünf weitere Menschen wurden leicht verletzt. 
Ein Großaufgebot des Rettungsdienstes und mehrere Notärzte kümmerten sich um die Verletzten, die alle in Würzburg Kliniken gebracht wurden. Der entstandene Sachschaden an dem Linienbus wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Am Renault entstand Totalschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.










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Fotos und Video: Berthold Diem
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