Samstag, 27. Oktober 2012

Flashflop in Würzburg

Würzburg
(Erstmeldung) Es hätte ein tolles Event geben können. Etwa 400 - 500 meist jugendliche Personen hatten sich am Samstag in Würzburg trotz Nieselregen auf dem Oberen Markt zu einem Gangnam Style Flashmob getroffen.
Punkt 14:00 Uhr sollte nach den Vorstellungen des Veranstalters "auf Kommando (per Knopfdruck auf die Maus) spontan der Gangnam Horse Dance" getanzt werden. Dass man am Besten aber nach hörbarer Musik tanzt, hatte der Initiator offenbar nicht bedacht. Denn weder Punkt 14:00 Uhr noch danach ertönte aus irgendeiner Quelle der "Horse Dance".
Also standen die Tanzwütigen ziemlich bedröppelt - nicht nur wegen des Regens - da und warteten. Allerdings vergebens.
Aus dem geplanten Flashmob wurde ein "Flash-Flop".









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Fotos und Video: Berthold Diem
© B. Diem 2012

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Kleinbrand in Krankenhaus sorgt für größere Rauchentwicklung – fünf Personen leicht verletzt

Würzburg
(ppu) Ein brennender Abfallsack hat am Mittwochvormittag in einem Krankenhaus im Stadtteil Grombühl für eine größere Rauchentwicklung gesorgt und damit Feuerwehr, Polizei und den Rettungsdienst auf den Plan gerufen. Etwa 70 Personen hatten das Haus kurzzeitig verlassen müssen. Fünf Menschen kamen mit einer leichten Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Hundert Euro.

Gegen 08.50 Uhr wurde von einem Pfleger im dritten Obergeschoss der psychiatrischen Klinik in der Füchsleinstraße eine größere Rauchentwicklung festgestellt. Der Mann löste daraufhin sofort den Feueralarm aus und die Stationen dieses Obergeschosses wurden noch vor Eintreffen der Feuerwehr und der Polizei vom Krankenhauspersonal geräumt. Betroffen waren etwa 70 Personen, die kurzzeitig ihre Zimmer verlassen mussten. Der Rettungsdienst untersuchte in der Folge 55 Patienten hinsichtlich möglicher Verletzungen und ein 33-Jähriger, eine 47-Jährige, ein 58-Jähriger, ein 61-Jähriger und ein 71-Jähriger mussten sich wegen des Verdachts auf eine leichte Rauchgasvergiftung in weitere ärztliche Behandlung begeben.

Das Feuer selbst war offensichtlich in einem Putzraum ausgebrochen. Angestellte hatten mittels eines Feuerlöschers den brennenden Abfallsack sofort gelöscht. Die Würzburger Berufsfeuerwehr kümmerte sich danach insbesondere um das Entrauchen und Lüften des betroffenen Traktes. Warum der Abfallsack in Brand geriet, ist unklar. Neben den Fliesen im Raum wurde eine Türe und eine Bohnermaschine in Mitleidenschaft gezogen.














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Fotos und Video: Berthold Diem
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Sonntag, 21. Oktober 2012

Flüchtender Täter fährt auf Polizeibeamten zu – Nach Schüssen in Reifen festgenommen


WÜRZBURG. 
(ppu) Nach einem Einbruch in ein Firmengebäude im Würzburger Stadtteil
Heuchelhof ist am frühen Sonntagmorgen ein Mann aus Polen nach heftigem
Widerstand festgenommen worden. Der Täter war zunächst mit einem Auto geflüchtet
und dabei auch auf einen Polizeibeamten zugefahren. Nach Schüssen in die Reifen
wurde das Fahrzeug gestellt. Bei der Festnahme wurden vier Polizeibeamte und der
Beschuldigte leicht verletzt. Nach einem zweiten Täter laufen derzeit noch die
Fahndungsmaßnahmen.
Kurz vor 03.00 Uhr hatte sich ein Busfahrer gemeldet, der auf dem Gelände der
Omnibusgesellschaft in der Delpstraße feststellte, dass ein Tor immer wieder aufging.
Plötzlich entdeckte er auch zwei Personen auf dem Gelände. Die Würzburger Polizei
umstellte das Gelände sofort und leitete Fahndungsmaßnahmen in der näheren
Umgebung ein. Bereits kurze Zeit später wurde eine Zivilstreife auf ein polnisches
Fahrzeug aufmerksam, das in der Nähe stand.
Als die Beamten auf den Pkw zugingen und sich als Polizeibeamte auswiesen, gab der
Fahrer Gas. Er fuhr dabei auf einen Polizeibeamten zu, der sich durch einen Sprung zur
Seite in Sicherheit bringen musste. Die Beamten gaben dann Schüsse auf die Reifen
des Autos ab, die in der Folge massiv Luft verloren. Trotzdem setzte der Fahrer seine
Flucht fort, bis er auf der Heuchelhofstraße/Höhe Prager Ring endgültig gestoppt
werden konnte.
Da der Mann nicht bereit war auszusteigen, schlug ein Beamter eine Scheibe an dem
Pkw ein. Der Fahrer, der sich massiv zur wehr setzte, wurde schließlich aus dem Pkw
gezogen. Danach wurden ihm Handfesseln angelegt. Bei der Festnahmeaktion zogen
sich vier Beamte leichtere Verletzungen zu. Da der Beschuldigte eine Kopfplatzwunde
davon getragen hatte, wurde er zur Behandlung und unter polizeilicher Bewachung in
ein Krankenhaus gebracht.
Nachdem laut der Zeugenmitteilung von zwei Tätern auszugehen war, wurden weitere
umfangreiche Suchmaßnahmen nach der zweiten Person eingeleitet. Allerdings ist der
Mann nach wie vor spurlos verschunden. Die Suche nach ihm dauert noch immer an.
Bei der Nachschau auf dem Gelände der Omnibusgesellschaft in der Delpstraße stellte
sich heraus, dass dort ein Einbruch verübt worden war. Eine Türe war aufgebrochen
und im Innern alles durchsucht. Ob die Täter bereits Beute gemacht hatten, steht
bislang noch nicht fest.
Die weiteren Ermittlungen hat noch am Morgen die Kripo Würzburg übernommen.










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Fotos und Video: Berthold Diem
© B. Diem 2012

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Hoher Sachschaden nach Explosion in Wohnhaus – eine Person schwer verletzt

OBERNBREIT, LKR. KITZINGEN. 
(ppu) Die Explosion ereignete sich im Dachgeschoss eines älteren Hauses, das von zwei Parteien bewohnt wird. Die Bewohnerin betreibt dort einen Gasherd. Aus bislang unbekannter Ursache ist in der Wohnung offenbar eine Gasflasche explodiert. Die Detonation war so stark, dass ein Holzfensterrahmen herausgesprengt wurde und einen Zaun des Nachbargrundstücks beschädigte. Im Dach befindet sich nun ein circa 1x2 Meter großes Loch. Die ältere Frau kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. 

aktualisiert:

 Nachdem am Donnerstagvormittag eine Bewohnerin bei einer Gasexplosion schwere Verletzungen erlitten hat, sind die Ermittlungen der Kripo Würzburg in vollem Gange. Fest steht, dass die Wohnung der Rentnerin so schwer beschädigt ist, dass die Räume nicht mehr bewohnbar sind. Die genaue Schadenshöhe lässt sich noch nicht beziffern.

Bei den Untersuchungen in der betroffenen Dachgeschosswohnung hat sich inzwischen herausgestellt, dass nicht – wie zunächst angenommen – eine Gasflasche explodiert ist, mit der ein Herd in der Küche betrieben wird. Vielmehr kam zu einer Explosion von ausgetretenem Gas, wobei die Ursache dafür bislang noch nicht bekannt ist.

Die 85-Jährige, die das Obergeschoss des älteren Anwesens alleine bewohnt, hatte sich zum Zeitpunkt der Explosion vermutlich in der Küche aufgehalten. Über die Schwere ihrer Verletzungen gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Durch die Wucht der Detonation wurde ein Fenster samt Rahmen herausgesprengt und mehrere Meter weg geschleudert. In anderen Räumen zerbarsten Fensterscheiben. Außerdem weisen die Wände in verschiedenen Zimmern Risse auf. Auch das Dach über der Küche zeigt Risse. Auf einer Fläche von etwa einem Quadratmeter flogen an dieser Stelle die Ziegel davon.

Am Nachmittag führten Statiker in dem Gebäude Untersuchungen durch. Dabei stellte sich heraus, dass die Wohnung im Erdgeschoss nicht beschädigt wurde. Die Bewohner konnten ihre Räume wieder beziehen. Die Dachgeschosswohnung ist dagegen nicht mehr bewohnbar.












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Fotos und Video: Berthold Diem
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Freitag, 12. Oktober 2012

Verbrannte Person auf Eisenbahnschienen

Würzburg-Heidingsfeld

(ppu) Am frühen Freitagmorgen ist im Bereich der Bahngleise im Stadtteil Heidingsfeld eine verbrannte männliche Person gefunden worden. Die Hintergründe des Geschehens sind derzeit noch unklar. Hinweise darauf, dass ein Fremdverschulden mit dem Tod des Mannes im Zusammenhang stehen könnte, gibt es derzeit nicht. Die Ermittlungen führt die Kripo Würzburg.

Kurz vor 04.30 Uhr war die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken über Notruf verständigt worden. Zeugen hatten einen Feuerschein zwischen den Bahngleisen im Bereich des Glacisweges/ Sandgrubenweges festgestellt. Sofort machte sich eine Streife der Würzburger Polizei und die Feuerwehr auf den Weg dorthin. Der Zugverkehr auf der Strecke Würzburg-Treuchtlingen wurde von der Deutschen Bahn gesperrt.

Vor Ort stellten die Beamten dann eine verbrannte männliche Person fest, die neben einem abgestellten Güterzug auf dem Boden lag. Wie es zu dem Tod des Mannes kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Der Bahnverkehr wurde nach der Bergung des Leichnams wieder freigegeben. Die Würzburger Berufsfeuerwehr war mit im Einsatz und leuchtete den Ort des Geschehens aus.










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Fotos und Video: Berthold Diem
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Mittwoch, 10. Oktober 2012

Mit Beil gegen Polizeibeamte – SEK-Einsatz


STEINFELD, LKR. MAIN/SPESSART
(ppu) Am Mittwochnachmittag ist ein 40-Jähriger mit einem Beil auf Polizeibeamte losgegangen. Dabei wurde glücklicherweise niemand verletzt. Die beiden Streifenbesatzungen der Lohrer Polizei forderten dann Verstärkung an. Knapp fünf Stunden später wurde der Mann, der aufgrund eines amtlichen Beschlusses eingewiesen werden sollte, von Beamten eines Spezialeinsatzkommandos überwältigt und in ein Bezirkskrankenhaus gebracht.  

Aufgrund seiner psychischen Auffälligkeiten hatte das Landratsamt Main-Spessart einen Beschluss erlassen, den 40-Jährigen erneut amtlich unterzubringen. Da der Mann in der Vergangenheit schon des Öfteren gewalttätig in Erscheinung getreten war, kamen gleich zwei Streifenbesatzungen der Lohrer Polizei, um den Mann in seiner Wohnung in Steinfeld abzuholen. Um besänftigend auf dem 40-Jährigen einwirken zu können, hatten die Beamten den Bruder des Mannes informiert, der erste Gespräche führte. Allerdings stellte sich schon bei der ersten Kontaktaufnahme heraus, dass der Beschuldigte absolut nicht zugänglich war.

Die Polizei musste sich gewaltsam Zutritt zum Zimmer des Mannes verschaffen. Dort stand der Mann den Einsatzkräften dann mit einem Beil in der Hand gegenüber. Als er dann mit der Axt in Richtung der Polizisten schlug, zogen sich die Beamten aus dem Haus zurück und forderten Unterstützung an.

In der Folge kam ein größeres Aufgebot der Polizei an den Einsatzort, wobei mehrere Dienststellen beteiligt waren. Auch die Verhandlungsgruppe der unterfränkischen Polizei war vor Ort. Aufgrund des gewalttätigen Verhaltens, das der Mann an den Tag gelegt hatte, wurde auch ein Spezialeinsatzkommando angefordert.

Kurz nach 21.00 Uhr wurde der 40-Jährige von Beamten des Spezialeinsatzkommandos in seiner Wohnung überwältigt. Dabei zog sich der 40-Jährige leichte Verletzungen zu, die vor Ort medizinisch versorgt wurden. Die Polizei hatte den Mann zuvor mehrfach aufgefordert, freiwillig aus dem Haus zu kommen. Erst nachdem sich kein Erfolg einstellte, drangen die Beamten des Spezialeinsatzkommandos ein, wobei auch ein Diensthund eingesetzt wurde. Anschließend wurde der 40-Jährige – wie zuvor geplant – in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Die Rettungsleitstelle hatte für alle Eventualitäten vorgesorgt und bis zu drei Rettungsfahrzeuge, einen Krankentransportwagen, einen Notarzt und einen Einsatzleiter entsandt. Die Feuerwehr Steinfeld unterstützte die Arbeit der Polizei u.a. durch die Bereitstellung einer Lichtgiraffe und durch verkehrsregelnde Maßnahmen.








 
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Fotos und Video: Berthold Diem
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